Pflege - Wie Sie Ihren Oldtimer am besten schützen

Pflege – was ist zu beachten?

Das gleiche Thema jedes Jahr wieder: Der Klassiker wird weggestellt. Was sollte man mit seinem Schätzchen jetzt tun, sodass man bei den ersten Sonnenstrahlen im neuen Jahr flott wieder aus der Garage kommt, – ohne Ärger?

Vorab ist zu sagen: Unabhängig ob man mehr oder wenig Kilometer macht, bringen Sie Ihren Wagen zum Service. Nur ein gewartetes und damit gepflegtes Fahrzeug ist zuverlässig und bleibt in Schuss. Hier ist zu sagen: Ein Service im Herbst macht oftmals mehr Sinn als im Frühjahr, denn Verbrennungsrückstände, darunter aggressive Säuren, greifen Metallteile und Dichtungen an, frisches Öl schützt den Motor hingegen optimal, vor allem wenn er dann länger steht. Wie auch in der Betriebsanleitung des 190SL geschrieben steht: „Die besten Schmiermittel sind für Ihren Wagen gerade gut genug. Wichtig ist die richtige Sorte mit der richtigen Viskosität. Schmutz im Öl beschädigt beispielsweise Lager und Zylinderlaufbahnen.“ Also tun Sie ihrem Automobil Gutes und verwenden beim 190 SL beispielsweise 20W50 auf Mineralöl-Basis. Wir wollen hier nicht weiter ausholen, aber der Flüssigkeiten-Wechsel sowie Überprüfung der Flüssigkeitsstände und der Abschmierdienst, garantieren sorgenfreie Momente später auf der Straße und erhalten auch das System, gerade im Stand über den Winter.

Bevor Sie Ihren Oldie nach vielen schönen Momenten wegstellen, sollte man ihn noch einmal reinigen, Außen wie Innen (genau in dieser Reihenfolge) um so den Lack wie auch Stoffe und Leder zu schützen. Fahren Sie in eine der Waschboxen wo man sein Auto per Hand reinigen kann und entfernen Sie Staub und Schmutz von Ihrem Wagen. Mit einem guten Autoshampoo, Insektenentferner, Eimer und mehreren Mikrofasertüchern bewaffnet ist man gut ausgestattet. Wichtig: Immer im Schatten waschen und möglichst wenn die Motorhaube nicht mehr warm ist. Wenn man mit dem Dampfstrahler arbeitet, das Stoffdach aussparen, da sonst die Imprägnierung leidet. Allgemein sollte man sorgsam mit dem Dampfstrahler in den Waschboxen umgehen und mit viel Abstand zum Fahrzeug arbeiten. Von den Bürsten dort ist abzuraten, da sie oft sehr verschmutzt sind und Kratzer im Lack oder Chrom anrichten können, greifen Sie auf Mikrofasertücher zurück, spülten Sie diese immer wieder gut aus und arbeiten Sie mit mehreren. Im Inneren reicht es oftmals aus einen feuchten weichen Lappen zu nehmen um die Oberflächen von Staub zu befreien.

Wenn das Schätzchen außen wie innen richtig auf Vordermann gebracht werden soll, raten wir an das von einem Fachmann machen zu lassen. Wir bieten beispielsweise bei uns eine Aufbereitung des gesamten Fahrzeugs an. Leder und Lack sowie Chromteile werden aufgefrischt durch Pflege und Politur und auch in den hintersten Ecken ist der Staub und Dreck von Jahrzenten entfernt. Wer seinen Lack zusätzlich schützen möchte der kann seinen Klassiker auch einer permanenten Lackveredelung unterziehen. Dies bietet ultimativen Hochglanz, Schutz (3-5 Jahre) und damit einen Werterhalt. Positiver Nebeneffekt: Man muss weniger Autowaschen ( laut Hersteller 50% weniger Reinigungsaufwand), da der Dreck sowie Umwelteinflüsse kaum mehr Angriffsfläche haben. Wir haben tolle Erfahrungen mit der hybriden und hochfesten Polymerbeschichtung von ServFaces gemacht. Unsere Fahrzeuge versiegeln wir seitdem mit diesem Verfahren bei uns und können es uneingeschränkt empfehlen. Hier der Link zur Broschüre.

Bevor der Wagen dann in die Garage gestellt wird, fahren Sie den Motor noch einmal gut warm und die Bremsen trocken. Die Felgen sollten handwarm sein, wenn das Fahrzeug weggestellt wird. Hat zwei Vorteile: So kann man sicher sein, dass keine Feuchtigkeit im Brems-System mehr ist und auch das Kondenswasser aus dem Auspuff verdampft. Dass das Dach über den Winter geschlossen bleibt, versteht sich von selbst. Machen Sie noch einmal die Türen, den Kofferraum und die Motorhaube auf, sodass die Gummis abtrocknen können. Hängen Sie die Scheibenwischer kurz aus, damit auch diese vollends abtrocknen können.

Hier nun noch die Fleißaufgabe, sobald alles abgetrocknet ist:

Auch die Gummiprofile und Dichtungen an Kofferraum, Windschutzscheibe, Fenster etc, verdienen Pflege, da sie sonst brüchig werden. Mittel zur Pflege gibt es viele: Glycerin, Vaseline, Hirschtalk und Talkum sind am gängigsten. Ölhaltige Produkte sollte man mit Vorsicht einsetzen, da sie die Gummiprofile auf Dauer auflösen können. Generell gilt es immer, die Gebrauchsanweisungen der jeweiligen Mittel zu beachten. Sind Sie damit fertig, empfehlen wir für die Luftzirkulation die Fenster bei beiden Seiten einen Spalt breit runterzukurbeln.

Ein qualitativ hochwertiger Autopyjama schützt vor Staub. Dieser sollte Luft und Wasser durchlassen und innen eine weiche, nicht kratzende Schicht haben. 

 

Viele bocken Ihre Fahrzeuge auf. Die Querlenker gehen dabei gegen Null im Sturz und die Gummianschläge zerbröseln über den Winter. Schade um die ganze Arbeit die damit verbunden ist. Es geht auch einfacher und schneller:

Mittlerweile gibt es sehr gute Reifenschoner aus PU-gebundenden Gummigranulat, die vor Standplatten schützen und sehr angenehm in der Nutzung sind, da man diese nur richtig positionieren muss um danach mit dem

Auto darauf zu fahren. Reifendruck prüfen, 1,7 atü Vorderräder, 1,8 atü Hinterräder und Reserverad gibt Mercedes als Soll-Werte beim 190SL an, ein wenig mehr Luft über den Winter im Reifen schadet nicht (0,5-1,0 bar)

Was macht man mit dem Tank und Sprit? Hier gehen die Meinungen auseinander, wir können nur folgendes empfehlen: Tanken Sie voll, wenn Sie einen Blechtank haben. Das schützt vor Kondenswasser-Bildung und damit vor Korrosion. Falls der Wagen mehrere Monate steht kann man zusätzlich vorbeugen und einen Benzin-Stabilisator verwenden, den man zum Benzin hinzugibt. Hier arbeitet man nach der Anleitung des jeweiligen Herstellers. Meist sollte man nach Zugabe den Motor für 10 Minuten laufen lassen, sodass sich der Zusatz im System verteilen kann.

Luftfeuchtigkeit lässt das Auto altern. Wenn man Einfluss darauf hat, schauen Sie dass so wenig Luftfeuchtigkeit wie möglich in den Räumlichkeiten ist. Manche schaffen sich auch einen Luftentfeuchter an, hier gibt es unterschiedliche Geräte unterschiedlicher Qualität. Einfacher Tipp der immer klappt: Lappen in den Auspuff, schützt vor Feuchtigkeit, die sonst die Auspuffanlage bis zum Brennraum vorkriechen kann und Korrosion verursacht.

Letzter Tipp: Investieren Sie in ein modernes Batterieerhaltungsgerät und schließen Sie es an Ihre Batterie an. Das Gerät fährt verschiedene Programme ab und die Batterie kann sich nicht entladen. So kann man nach dem Winter sofort wieder losfahren und die Batterie ist nicht müde.

Diese Tipps beachtet und das Schätzchen kann in den Winterschlaf fallen, ohne dass es Grund zur Sorge gibt.

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