Unrunder Lauf und ein ruckelnder 190SL

Die unendliche Geschichte:

Vergaseranlage, immer wieder Falschluft, unruhiger Motorlauf, zu hohes Standgas, Ruckeln in der Beschleunigerphase, Aussetzen im Teillastbereich und beim Bremsen stirbt der Motor ab.

Das alles sind sichere Zeichen von einem nicht konstanten Kraftstoff-Luftgemisch. Durch Einströmen von falscher Luft, – von wo auch immer -, wird das Kraftstoff-Luftgemisch im Brennraum zu mager und es kommt zu diesem Fehlverhalten.
Oft sind die Vergaser neu montiert und der Motor läuft immer noch nicht ruhig. Sind die Vergaser schon lang im Fahrzeug verbaut, kann die Falschluft auch über die Vergaser kommen, beispielsweise durch ausgeschlagene Klappen. Im Vorfeld kann folgender Test durchgeführt werden:

  • Motor im Stand laufen lassen bei Betriebstemperatur.
  • Mit einer Sprühdose Bremsenreiniger alle Verbindungselemente abspritzen.
  • Ändert sich die Drehzahl des Motors an der Stelle, an welcher der Sprühstrahl auftrifft, ist das Leck gefunden.
  • Nicht vergessen, auch zwischen den Zylinderkopf und Ansaugkrümmer sprühen. Die Ausgleichleitung zwischen den beiden Ansaugkrümmern kann auch undicht sein.

So kann auch jeder Laie selbst testen, wie es um seine Vergaseranlage steht.

Je nachdem wo das Leck gefunden wird, können wir mit folgenden Dingen helfen:

  • Überholung der Solex-Vergaser Serie I bis IV . Finden Sie im SHOP
  • Kompletter Vergasermontagesatz optimiert

mit Büchsen mit Bund und Bügeln.

  • Buchsen mit Bund
  • Bügel für die Vergasermontage
  • Überholung  Ansaugkrümmer, komplett montiert mit Thermostatgehäuse und neuem Thermostat, Messingmuttern und Spezialscheiben.

Ist zwischen Ansaugkrümmer und Zylinderkopf eine undichte Stelle, kann der Krümmer mit einem geraden 14er Ringschlüssel nachgezogen werden.

 

Es ist folgend zu verfahren:
Kraftstoffleitung an den Vergasern abschrauben, Unterdruckschlauch am Krümmer abschrauben. Ringschlüssel an die Krümmermutter stecken, anziehen, von der Mutter lösen, um 180 Grad drehen, wieder auf die Mutter stecken und weiter anziehen. Die Krümmermuttern müssen knalle fest sein. Gerne ein kurzes Rohr auf den Schlüssel stecken und noch mal nachziehen. Zu beachten sind die Scheiben (5mm stark) vor den Messingmuttern, welche den Ansaug-, und Abgaskrümmer an den Zylinderkopf pressen. Stehen die Scheiben schräg, ist der Ansaugkrümmer durch die Vibration schon so verschlissen, dass er auch durch Nachziehen nicht mehr dicht wird. Meist stimmt das Maß der Ansaugkrümmer an der Befestigung zum Zylinderkopf nicht mehr. Ist das der Fall, muss der Ansaugkrümmer getauscht oder aufgearbeiten bzw. überholt werden. Gerne kann dies von uns übernommen werden. Sie schicken die Teile per Post zu uns oder bringen das Fahrzeug in unsere Werkstatt.

Hat man ein Leck zwischen Vergaser und Ansaugkrümmer, sollten die Flanschdichtungen erneuert werden. Dazu müssen das Luftsaugrohr und die Vergaser aus,-eingebaut werden.

 

In den Vergaserflanschdichtungen sind für den richtigen Abstand Distanzbüchsen montiert. Damit diese Büchsen am Bund die Vergasergehäuse nicht beschädigen, werden zwischen Vergasergehäuse und Gummiflansch 8mm Beilagscheiben montiert. Es hat sich herausgestellt, dass die Büchsen sich auch durch das Stahl der Beilagscheiben arbeiten. Die Vergaser werden locker und es gibt wieder Falschluft.

Wir haben hier die Abhilfe: Buchsen mit Bund aus einem Stück gedreht. Wir bieten aber auch einen kompletten Vergasermontagesatz optimiert mit Bügeln zur Montage an.

Denn bei der Vergasermontage gehen wir andere Wege. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass bei genauer Ausführung der Montagearbeiten die Gummiflansche länger halten und die Falschluft reduziert wird. Die üblichen Distanzbuchen werden durch unsere Buchsen mit Bund aus einem Stück ersetzt.

Für die Vergaserbefestigung haben wir Bügel gefertigt. Der Vorteil: Die Bügel werden direkt an die Gummischeiben montiert, die Vergaser können später von unten nachgezogen werden, ohne das Luftsaugrohr abzubauen.

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